Selbstwert und Selbstvertrauen

Viele Menschen kennen das Gefühl, an sich selbst zu zweifeln oder sich nicht gut genug zu fühlen. Gedanken wie „Ich schaffe das nicht“, „Andere sind besser als ich“ oder „Ich darf keine Fehler machen“ können das eigene Selbstbild stark beeinflussen.

Mit der Zeit können solche inneren Überzeugungen das Selbstvertrauen schwächen und dazu führen, dass Menschen sich unsicher fühlen oder ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellen.

Wie entsteht ein geringes Selbstwertgefühl?

Unser Selbstwert entwickelt sich im Laufe des Lebens. Erfahrungen in der Kindheit, familiäre Beziehungen, Erwartungen von außen oder belastende Erlebnisse können das Bild, das wir von uns selbst haben, prägen.

Wenn Menschen wiederholt Kritik, Ablehnung oder wenig Anerkennung erfahren haben, kann sich die Überzeugung entwickeln, nicht ausreichend zu sein oder den Erwartungen anderer nicht zu entsprechen. Solche inneren Muster begleiten viele Menschen unbewusst bis ins Erwachsenenalter.

Wie zeigt sich ein niedriger Selbstwert im Alltag?

Ein geringes Selbstwertgefühl kann sich auf unterschiedliche Weise zeigen. Manche Menschen zweifeln ständig an ihren Entscheidungen oder haben große Angst davor, Fehler zu machen. Andere versuchen, es allen recht zu machen und stellen ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund.

Häufige Anzeichen können sein:

  • starke Selbstkritik und Zweifel an den eigenen Fähigkeiten
  • Angst vor Ablehnung oder Kritik
  • Schwierigkeiten, eigene Grenzen zu setzen
  • das Gefühl, für andere nicht wichtig genug zu sein
  • das Bedürfnis nach ständiger Bestätigung von außen


Diese inneren Muster können sich auf Beziehungen, berufliche Entscheidungen und das allgemeine Wohlbefinden auswirken.

Den eigenen Selbstwert stärken

Ein wichtiger Schritt besteht darin, die eigenen Gedanken und inneren Überzeugungen bewusster wahrzunehmen. Oft erkennen Menschen erst im Laufe der Zeit, wie stark ihre Selbstkritik oder ihre inneren Erwartungen ihr Verhalten beeinflussen.

In der therapeutischen Arbeit kann es darum gehen,

  • die eigenen inneren Muster besser zu verstehen
  • einen freundlicheren und mitfühlenderen Umgang mit sich selbst zu entwickeln
  • persönliche Stärken und Ressourcen bewusster wahrzunehmen
  • mehr Sicherheit im Umgang mit den eigenen Bedürfnissen und Grenzen zu gewinnen.


Der Aufbau eines stabileren Selbstwertgefühls ist meist ein Prozess, der Zeit braucht. Mit mehr Selbstverständnis und innerer Klarheit kann es jedoch möglich werden, sich selbst mit mehr Vertrauen zu begegnen und das eigene Leben bewusster zu gestalten.


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